Heiraten und was ich beachten muss

Heiraten und was ich beachten muss

Heiraten – an was muss ich denken?

Für viele soll sie das schönste Ereignis des Lebens werden: die eigene Hochzeit. Die meisten malen sich schon in frühester Kindheit die Details des großen Festes aus. Wenn der Antrag dann tatsächlich gemacht ist, sind viele jedoch mit der schwierigen Planung vor dem Heiraten konfrontiert – und merken, dass ein solches Fest gar nicht so einfach zu stemmen ist. Damit beim großen Tag nichts schiefgeht, gibt es einige Dinge bei der Planung zu beachten. Es ist dabei besonders hilfreich, die einzelnen Schritte chronologisch vorzustellen, damit alles zum richtigen Zeitpunkt erledigt wird.

12 Monate vor dem Fest: die erste Vision der Traumhochzeit steht
Die meisten Ehepaare in spe beginnen mit ihrer Planung rund ein Jahr vor dem Hochzeitsfest. Hier gilt es, die grobe Vision und den Rahmen für die Feier festzulegen. Dazu gehört zunächst, den Umfang der Feier zu bestimmen: Soll diese im kleinen Kreis in aller Bescheidenheit stattfinden oder zum pompösen Märchenfest werden? Dies ist wichtig, um das Budget kalkulieren, eine Örtlichkeit auswählen und die Gästeliste erstellen zu können. Ist der Rahmen beschlossen, geht es darum, einen Termin für das Hochzeitsfest auszusuchen, schließlich sind gerade begehrte Locations oft frühzeitig ausgebucht. In enger Abstimmung mit Hochzeitsgästen, auf die das Paar bei der Feier nicht verzichten will (z.B. Trauzeugen oder Eltern), und den Wunsch-Locations sollte der Termin möglichst frühzeitig gesetzt werden. Steht der Termin fest, sollten weitere wichtige Teilnehmer für das Heiraten kontaktiert werden: Hochzeitsplaner, Band oder DJ, freier Prediger oder Pastor sollten am besten ebenfalls gesucht werden. Auch das Standesamt sollte zu diesem Zeitpunkt aufgesucht werden. Doch diese Phase der Planung ist keineswegs nur mit Verwaltungsaufgaben verbunden: Sie ist auch der perfekte Zeitpunkt, um sich auf Hochzeitsmessen inspirieren zu lassen und die Brautmoden- und Dekorationsgeschäft unsicher zu machen.

9 Monate vor dem Fest: Catering, Bastel-Kommando und Ehevertrag
Jetzt geht es vor allem um die Konkretisierung der Gästeliste – wer genau soll neben den bereits festgelegten Trauzeugen und Brautjungfern aus dem weiteren Freundes- und Verwandtenkreises noch unbedingt dabei sein? Neun Monate vor der Hochzeit kann außerdem bereits Näheres mit der Location besprochen werden. Gibt es beispielsweise ein Restaurant oder muss ein Partydienst bestellt werden? Soll es ein Menü oder ein Buffet geben? Auch das erste Probeessen kann bereits veranstaltet werden. Gleichzeitig kann zusammen mit den Trauzeugen und Brautjungfern über die Dekoration nachgedacht werden. Sollte die Entscheidung auf geliehene oder gekaufte, professionelle Dekoration fallen, gilt es, einen passenden Anbieter auszuwählen. Falls die Deko hingegen selbstgemacht sein sollte, kann bereits ein Bastel-Team unter eingeladenen Freunden und Verwandten aufgestellt und ein grober Plan fürs Basteln geschmiedet werden. Übrigens: Zu diesem Zeitpunkt lohnt es sich auch, bereits die Flitterwochen zu buchen, um Frühbucherrabatte zu nutzen. Aber auch Ernstes gilt es jetzt zu klären: Regelungen über die Namensänderung und die Konditionen eines eventuellen Ehevertrags sollten am besten jetzt besprochen werden.

6 Monate vor dem Fest: Save the Date, Fortbewegungsmittel und Brautkleid
Zunächst sollten die klassischen Save-the-Date-Karten verschickt werden, auf denen mindestens das Datum der Feier kommuniziert werden sollte. Da nun auch langsam die ersten Zusagen eintrudeln, können bereits Hotelzimmer vorreserviert und Shuttle zwischen Standesamt, Location, Hotel und Kirche organisiert werden. Gleiches gilt für das Gefährt des Brautpaares: Hochzeitauto oder -kutsche sollten jetzt gebucht werden. Damit das große Fest für die Ewigkeit festgehalten werden kann, muss jetzt außerdem der passende Hochzeitsfotograf gefunden werden. Diese sind gerade für die Hochzeitssaison oft monatelang im Voraus ausgebucht, daher heißt es hier: schnell sein. Und noch ein weiterer großer Schritt sollte jetzt getan werden – die Wahl des Brautkleides. Zusammen mit Brautjungfern und Familienmitgliedern müssen oft mehrere Termine zur Auswahl und Anprobe des perfekten Kleides gefunden werden, wofür nicht selten mehrere Wochen verstreichen. Ist das perfekte Kleid ausgewählt, kann auch der Bräutigam loslegen: Angepasst auf die feinen Details des Brautkleides kann auch er nun den richtigen Anzug für den großen Anlass finden.

3 Monate vor dem Fest: Ringe, Torte und Tanzkurs
Die heiße Phase beginnt! Und zwar mit dem Aussuchen der Ringe. Dies sind schließlich diejenige Schmuckstücke, die das Paar am besten ein Leben lang am Finger trägt – deswegen sollten sie dringend gemeinsam ausgewählt werden. Es ist nun auch der Moment gekommen, die Brautjungfernkleider zu beschließen die selbstverständlich auf das Brautkleid und die Dekoration bei der Hochzeitsfeier abgestimmt sein sollten. Gemeinsam mit den Trauzeugen sollten die wichtigen Accessoires für die Feier besorgt werden: Gästebuch, Hochzeitskerze, Ringkissen – an alles sollte gedacht werden. Dies gilt auch für die Gastgeschenke. Die können ebenfalls wieder entweder selbst gebastelt oder eingekauft werden. In dieser Phase werden außerdem die großen Eckpfeiler der Hochzeitsfeier festgezurrt: Es gilt die Hochzeitstorte auszuwählen und die Dekoration für die Feier zu bestellen – schließlich benötigen die entsprechenden Dienste noch genug Zeit, diese Lieferungen zu planen. Aber auch Braut und Bräutigam müssen nochmal ran: Jetzt wird es Zeit, einen Tanzkurs zu besuchen, die richtige Kleidung fürs Standesamt auszuwählen und den Trauzeugen letzte wichtige Hinweise zu geben, etwa für Spiele während der Feier, unerwünschte Streiche und den möglichen Ablauf des Junggesellenabschieds. Bräute sollten jetzt auch dringend ihren Friseurtermin für den Vormittag des großen Tages buchen sowie Haar- und Makeup-Wünsche mit dem Friseur ihres Vertrauens besprechen.

1 Monat vor dem Fest: letzte Absprachen und finale Anprobe
Einen Monat vor der Hochzeitsfeier sollten Programmhefte für die Feierlichkeiten und den Ablauf der Zeremonie, eventuell mit Liedtexten, erstellt werden. Caterer und Location sollten über die aktuelle Zahl der Hochzeitsgäste informiert werden. Für den Bräutigam gilt es – vielleicht mit Hilfe der Trauzeugin der Braut – den perfekten Brautstrauß auszusuchen. Übrigens: Es lohnt sich für Braut und Bräutigam, eine letzte Anprobe und eventuelle Änderungen an Kleid und Anzug vorzunehmen, damit die Outfits am Tag der Tage perfekt passen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: die Ringe! Sie müssen beim Juwelier abgeholt und den Trauzeugen übergeben werden. Noch einmal gilt es die Aufgabenverteilung mit Trauzeugen, Brautjungfern und anderen Beteiligten zu besprechen und mit Locations, Band, Traumeister oder Pastor den geplanten Ablauf zu bestätigen.

Die letzten Wochen vor dem Fest: Tischrede, Generalprobe und Ablaufplan
Es wird ernst: Der große Tag rückt näher und es gilt die letzten Vorbereitungen zu treffen. Langsam können Braut und Bräutigam ihre Schuhe einlaufen, um bei der ganztägigen Feier keine schlimmen Blasen und Druckstellen erleiden zu müssen. Tischkarten und Sitzordnung sollten ein letztes Mal mit der Location besprochen werden. Falls noch nicht geschehen, sollten Ehegelübde und Tischrede verfasst werden. Braut und Bräutigam sollten sich überlegen, welche Dinge sie während der Hochzeitsfeier dringend benötigen (Portemonnaie, Taschentücher, Spickzettel für die Rede, eventuell Papiere fürs Standesamt) und spätestens am Abend vor dem Fest bereitlegen. Viele Paare gehen zu diesem Zeitpunkt die Zeremonie im Rahmen einer Generalprobe noch einmal durch, um letzte offene Fragen zu klären und Unsicherheit abzubauen. All diejenigen Paare, die direkt nach der Hochzeitsfeier in die Flitterwochen starten, können wenige Tage vor der Feier bereits ihre Koffer packen. Jetzt steht dem perfekten Fest nichts mehr im Wege! In den letzten Wochen sollte schließlich auch der Ablaufplan für den Tag der Hochzeitsfeier erstellt werden: Wann muss das Paar welche Aufgabe an welchem Ort erfüllen? Dies sollte unbedingt im Voraus so festgelegt werden, dass das Paar am feierlichen Tag selbst keine organisatorischen Spontanaktionen durchführen muss, sondern einfach der Agenda folgt und die herrliche Feier genießen kann.

Die Zeit nach der Feier: Danke sagen, Fotos verteilen und Erinnerungen genießen
Geschafft! Das gemeinsame Leben als Mann und Frau hat begonnen – und die organisatorische Meisterleistung ist gelungen. Glückwunsch! Aber: Auch nach der Heirat gilt es einige Dinge zu beachten. Gemietete Artikel wie Dekoration, Kleider oder Ähnliches müssen zurückgegeben werden. Mit der Location und bezahlten Dienstleistern sollte abgeklärt werden, ob alle Rechnungen beglichen wurden, damit keine Mahngebühren anfallen. Dankeskarten sollten verschickt und die Hochzeitsfotos für die Gäste zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig sollten die eigenen Erinnerungen sorgfältig verstaut werden: Das gereinigte Brautkleid, besondere Andenken wie das Gästebuch und ein eigenes Fotoalbum vom großen Tag sollen einen neuen Aufbewahrungsort im gemeinsamen Heim finden.

 

Bild: toanmda / Pixabay

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